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Die Geschichte der Vereinsbrauerei Apolda
Es ist historisch belegt, dass die „Vereinsbrauerei" die wohlgeordnete Nachfolgerin der braugewerblichen Rechte des Schlossgutes und der Stadt Apolda von mindestens dem Jahre 1440 an geworden ist. Die Stadt selbst übte damals das Braugewerbe nicht selbst aus, sondern über bestimmte Bürgergruppen. Auch war das Schankrecht zunächst auf die Bürger der Innenstadt beschränkt.
Eine wesentliche Wendung für das Brauwesen brachte der Friedensschluss von 1648, als sich die Stadt Apolda und die Universität Jena über die Verwaltung Apoldas einigten.
Die Apoldaer Brauwirtschaft profitierte nach 1830 stark vom Aufblühen der heimischen Strumpf- und Wollwarenwirkerei und der Erbauung der Thüringer Eisenbahn. Am 1. Oktober 1887 vereinigte sich die Braugenossenschaft mit der Firma Gebr. Bohring zur Vereinsbrauerei Apolda Aktiengesellschaft. Die Firma Bohring hatte sich ab 1860 durch Herrn Deinhardt aus Herressen gegründeten Brauerei über den Verkauf an die Gebr. Bohring zur einem gleichberechtigten zweiten Brauereiunternehmen in Apolda entwickelt. Der Gründungsakt fand am 8. August 1888 statt. Das Grundkapital wurde im ersten Jahr von 850.000,- Reichsmark auf 1.020.00,- erhöht. Der Versuch, die Brauerei unabhängig von der städtischen Wasserleitung zu machen, verursachte hohe Kosten.
Die kräftige Aufwärtsentwicklung Anfang des 20. Jahrhunderts wurde durch den 1. Weltkrieg jäh unterbrochen. Die Beschränkung der Biererzeugung belief sich zu Kriegsende auf 5 % der Friedensmengen. Nach einem Aufwärtstrend bis 1929 machte sich dann die Verarmung des Volkes und die Markentwertung bemerkbar. Eine Verbesserung des Bierausstoßes folgte ab 1933. Interessant ist, daß trotz Vordringens der bayrischen Grenzbrauereien die Vereinsbrauerei Apolda ihren Anteil an Apolda am Bierverbrauch behaupten konnte.
In der DDR wurde sie 1952 zur VEB Vereinsbrauerei Apolda umbenannt.1953 gehörten dem Produktionssortiment die Biere Glockenhell, Glockenpils, Bock und Doppelkaramels an. Der Betrieb erhielt mehrfach die Auszeichnung „Beste Erzeugnisqualität", ab 1968 wird das „Apoldaer-Dominator-Spezial" hergestellt. Im Jahr 1969 wird die Vereinsbrauerei dem „VEB Getränkekombinat Erfurt" angegliedert, bleibt aber selbständige ökonomische Einheit. 2003 erhält der langjährige Betriebsdirektor Günther Ramthor das Bunderverdienstkreuz und es wird Richtfest für die neue Produktionshalle gefeiert. 2005 wird die neue Flaschenabfüllanlage in Betrieb genommen. 2006 erhielt die Vereinsbrauerei Apolda das Brau-Ring-Gütesiegel. Heute produziert die Vereinsbrauerei mit der Marke „Apoldaer" neun überregional bekannte Biere. Apolda liegt an der 500 Kilometer langen Bier- und Burgenstraße. 120 Jahre Vereinsbrauerei
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© '08 Vereinsbrauerei Apolda GmbH
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